Nachdem ARTURIA's “Ur-MicroBrute” bereits zu Weihnachten 2013 unter dem einen oder anderen Tannenbaum gelegen haben dürfte, sind nicht nur einige Jahre ins Land gegangen, sondern auch etliche Testberichte und Tutorials zu dem Gerät veröffentlicht worden.
Als hauptamtlicher Gitarrist möchte ich mir daher an dieser Stelle nicht anmaßen, der Welt mein gefährliches Halbwissen als neue Wahrheit anzubieten.
Womit wir allerdings beim Thema wären: Eigentlich bin ich ja Gitarrist !
Um meinen Aufnahmen mit einer Synthesizer-Stimme neuen Glanz zu verleihen, war ich schon länger auf der Suche nach einem Gerät mit den Eigenschaften 'Kompakt, bezahlbar, wohlklingend – gern auch analog' und hatte dem MicroBrute seinerzeit bereits ins Auge gefasst, als dieser jedoch plötzlich vergriffen war.
Bei der Neuauflage im witzigen 'UFO-Design' habe ich dann sofort zugeschlagen, obwohl mir nach mehr als einem Jahrzehnt bereits andere Synthesizer zur Verfügung standen.
Hier also kein technisches Geschwafel, sondern lediglich Dinge, die mich wirklich überrascht haben:
1.) Nachdem ich in der Vergangenheit bereits Bilder vom MicroBrute in 'durchsichtig rot' gesehen hatte, erwartete ich ein deutlich leichteres Plastikgehäuse.
Pustekuchen – Das Teil ist ein recht massiver Brocken !
2.) Dem logischen Aufbau sei Dank, erschließt sich auch dem Laien das Sounddesign sofort,
die beiliegenden 'Presets' zum Auflegen habe ich bisher nicht einmal ausgepackt.
Allerdings können schon leichte Veränderungen der Einstellungen völlig andere Ergebnisse erzeugen, was unter anderem an den mischbaren Wellenformen liegt.
3.) Die Tastatur ist NOCH kleiner als die meines ARTURIA Keystep – was mich allerdings nicht weiter stört, da letzterer ohnehin die Steuerung meiner Geräte übernimmt, da mir ein Fensterchen daran freundlicherweise mitteilt, mit wie viel bpm ich unterwegs bin.
Wer darauf verzichten kann hat bereits im MicroBrute einen potenten Sequenzer.
Zum guten Schluss noch ein nicht zu unterschätzender Mehrwert: Wer endgültig der Sucht verfällt und bereits über den nächsten Schritt nachdenkt, dem bietet der Kleine die Möglichkeit, beispielsweise einem MOOG Mavis neben einer Tastatur auch einen Übersetzer von 5-Pol MIDI DIN auf CV / Gate zur Verfügung zu stellen, was im Ergebnis zu einem Supersynth auf kleinstem Raum führen könnte...
Ich denke bereits drüber nach :)