Pro:
- Sound
- Aufgebaut wie ein herkömmlicher Amp
- XLR Ein- & Ausgang
- Ständer zum anschrägen
Kontra:
- Lautstärkeregler (s.u.)
- nicht gut für Akustikgitarren
Ich hatte bisher einen Blackstar Artist 10AE Röhrenamp oder alternativ einen Line 6 Pod Go (davor auch den Helix). Von beiden war ich nicht mehr sonderlich begeistert.
Ich wollte eine Lösung, die praktisch ist, wie der Pod Go, aber auch zum üben einen echten Amp, wie der Blackstar. Außerdem sollte er besser klingen als beide. Der PodGo klang mir zu digital und der Artist 10AE zu dünn.
Mein neues Setup besteht nun aus einem Tone King Imperial Preamp und dem Blackstar Artist FR Special (sowie einigen weiteren Bodentretern). Zur Einordnung: Ich spiele damit alles außer Metal.
Der Blackstar Artist FR Special klingt richtig gut, auch im Vergleich zu meinen Neumann Studio-Boxen. Ich habe sowohl die Bässe als auch die Mitten etwas zurück genommen und nun tönt es um Klassen besser als mit meinem alten Equipment.
Bisher spielte ich mit der Artist FR Special zuhause, bei Proben und bei einem Auftritt. Die Box schlägt sich super. Sie ist laut genug, leicht genug und praktisch. Ich mag, dass die Regler genau so sind, wie bei einem "normalen" Combo.
Der XLR-Ausgang ist top. Der Eingang ist ein Klinke-/XLR-Combostecker. Da mein Preamp XLR-Ausgänge, hat nutze ich ein XLR-Kabel. So habe ich gleich eine symetrische Kabelführung.
Der Ständer zum schrägstellen ist auch sehr praktisch, da man den Sound nun Richtung Gesicht und nicht in Richtung Kniekehle bekommt. EytschPi42 lästert in seinem Produktvideo darüber, wie schlecht man das Teil verstellen kann. Also es ist nicht ideal, aber ich habe ziemliche Wurstfinger und bekomme es hin, ohne mir was zu brechen.
Alles zusammen bin ich auch wesentlich begeisterter als er.
Ich mag, dass es keine klassische "Full Range" Box ist. Das bedeutet, dass die hohen Frequenzen, die man bei einer E-Gitarre sowieso nicht braucht, erst gar nicht vorhanden sind.
Im Vergleich zu normalen Monitorboxen oder den Headrush FRFR-Lautsprechern, die ich gut kenne, klingt sie meiner Meinung nach wesentlich besser für E-Gitarre. Sie hat nicht dieses "sägende" im Sound.
Der Nachteil ist wiederum, dass sie nicht wirklich für Akustik-Gitarre gemacht ist (oder Keyboards etc.). Diese Instrumente klingen über den Artist FR Special zu dumpf.
Das Einzige, was ich nicht mag, ist der Volume-Regler. Am Anfang "kratzte" er bei Bewegung (Sprich: Störgeräusche). Ich habe ihn dann einige Male hin- und her bewegt und jetzt ist es weg.
Das andere Problem ist der Regelweg: Wie bei vielen älteren Fender Amps ist der Lautstärkesprung auf dem ersten Zentimeter enorm. Gerade wenn man einfach zuhause etwas üben möchte, ist es etwas schwierig, die richtige Lautstärke einzustellen.
Insgesamt bin ich aber absolut zufrieden mit meinem Kauf und kann die Box absolut weiterempfehlen.