Meine Erfahrung mit dem Waldorf M, gekauft im Januar 2024, ist, dass er auf angenehme Weise an vergangene Technik erinnert. Das Arbeiten mit der SD Karte oder die Zeit, die das Aufspielen eigener Wavetables benötigt, ist nicht besonders schnell. Manches wirkt fast ein wenig umständlich. Doch genau das mag ich daran.
Der M fühlt sich nicht wie eine kurzlebige, softwaregetriebene Lösung an, sondern wie solide, bewährte Hardware. Keine Cloud, keine Apps, keine Abhängigkeiten. Stattdessen ein in sich geschlossenes Instrument mit klarer Struktur und nachvollziehbarem Aufbau.
Für mich vermittelt das echte Langlebigkeit. Es wirkt, als wäre dieses Gerät dafür gebaut worden, Jahrzehnte im Studio zu stehen.
Dieses Wavetable Ungetüm ist kompromisslos verarbeitet. Das Gehäuse besteht vollständig aus Metall, selbst die Regler sind aus Metall gefertigt. Die Haptik ist hochwertig und vertrauenswürdig. Schon bei der ersten Berührung war ich von meinem Kauf überzeugt.
Der Waldorf M hat Charakter. Er besitzt einen eigenständigen Klang, der sich klar von anderen Instrumenten abhebt und sofort wiedererkennbar ist.
Inzwischen schreiben wir das Jahr 2026. Seit meinem Kauf wurden zahlreiche Firmware Updates veröffentlicht, deren Entwicklung sich unter anderem auf Gearspace verfolgen lässt. Der Synthesizer kann heute deutlich mehr als zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung. Der Funktionsumfang wurde spürbar erweitert und viele der anfänglichen Fehler sind inzwischen behoben. Ältere YouTube Reviews sind daher oft nicht mehr repräsentativ, da sie einen früheren Entwicklungsstand zeigen.
Ich habe den Kauf nie bereut. Auch nach all der Zeit sorgt dieser Soundgenerator regelmäßig für echte Genussmomente. Der Klang hat für mich nichts von seiner Faszination verloren. Er inspiriert mich weiterhin und überrascht mich immer wieder aufs Neue.